Die innere Balance

Kennst du das Spiel der Gegensätze?
Die Dualität. Ying und Yang. Licht und Schatten. Kalt und warm. Männlich und Weiblich.

Und genau wie es im Außen diese Gegensätze gibt, gibt es sie auch in unserem Inneren.
Jeder von uns trägt einen männlichen und einen weiblichen Anteil in sich. Egal ob du eine Frau oder ein Mann bist. Und je nachdem ist vielleicht der eine oder der andere Anteil etwas mehr oder weniger ausgeprägt.

In meiner Vergangenheit gab es einen Moment, in dem ich in die nüchterne, männliche Verantwortungsrolle geschlüpft bin. Als Kind. Es muss der Moment gewesen sein, in dem sich mein Vater dazu entschieden hat woanders zu arbeiten und seit dem Zeitpunkt kaum noch zu Hause war.
Vielleicht gab es noch andere Faktoren (ich erforsche noch), aber das war sicher ein entscheidender Moment.

Ohne es bewusst wahrzunehmen rückte dadurch mein innerlicher, männlicher Anteil in den Vordergrund.

Aus meiner Sicht kann das viele Vorteile, aber auch Nachteile haben:

  • Ich kann gelassener mit vielen Situationen, Momenten und Menschen umgehen.
  • Ich bin dadurch relativ nüchtern und rede nicht lange um den heißen Brei.
  • Ich kann ohne Probleme Verantwortung übernehmen und viel auf meine Schultern lasten.
  • Ich bin in Gefühlsdingen oft ebenfalls relativ nüchtern und manchmal fehlt mir sicherlich auch das nötige Feingefühl.
  • Usw.

Dass ich anders bin als die meisten Frauen, war mir schon immer bewusst. Fand ich auch gar nicht so schlecht, weil ich nicht die typischen „Macken“ einer Frau habe (Schuhtick, redet viel und endlos, diskutiert gerne usw.). So bin ich immer durch mein Leben gewandelt. Für mich wurde es normal. Und so habe ich auch gar nicht bemerkt, dass ich viel zu weit auf der männlichen Seite verhaftet bin.

Auf Dauer ist es nämlich nicht sonderlich angenehm zu weit in das eine oder in das andere Extrem zu fallen. Wir sollten alle eine innere Balance zwischen den männlichen und den weiblichen Energien finden.

Wodurch wird mir gerade bewusst, dass ich zu sehr mit meinem männlichen Anteil verbunden bin?

Durch einen Menschen in meinem Leben, der es schafft plötzlich den Knopf meines weiblichen Anteils zu drücken, von dem ich gar nicht wusste, wo er ist… Plötzlich zeigt sich eine Seite an mir, die ich daher so gar nicht kenne. Sie schlägt anfangs auch noch zu sehr ins Extreme aus, weil sich mein weiblicher Anteil gerade als ganz typische, zickige Tussi zeigt. So, wie sich meine innere Frau gerade zeigt, mag ich sie gar nicht. Das sind genau die Eigenschaften, die mich bei anderen Frauen immer schon zu sehr angestrengt haben.

Warum schlägt es ins Extreme? Ich vermute, dass es daran liegt, um mir all das erstmal bewusst machen zu können, damit es mir auffällt. Damit ich hinschaue.

Meine Aufgabe ist es jetzt meinen männlichen und weiblichen Anteil in die Balance zu bringen.
Wie das genau funktionieren soll, weiß ich noch nicht. Gerade beobachte ich noch und biete beiden Teilen erstmal den Raum, den sie gerade brauchen. Mit all dem kommen Themen an die Oberfläche, die bisher alle alt waren und geheilt werden dürfen. Ich darf mich verabschieden von alten Glaubenssätzen und Denkmustern. Ich darf beginnen neu zu denken. Ich darf lernen wieder viel mehr in mein Gefühl zu finden und mein Herz zu öffnen.

Und vor allen Dingen ist es wichtig, dass ich beide Anteile liebevoll einlade und keinen wegschicke, weil es gerade unbequem wird. In die Balance zu finden bedeutet ja, dass beide da sein dürfen und sie sich liebevoll die Hand reichen.

Eine weitere große Transformation für mich, die mich wieder ein Stück mehr zu meinem wahren Ich führen wird. Im Vertrauen und der inneren Balance. Ich darf sein mit allem, was ich fühle. Ich darf sein wie ich bin. Ich erkenne alles an. Alles, was sich zeigt, egal wie schön oder unbequem und schmerzhaft es vielleicht ist. Es hängt alles mit Erfahrungen zusammen, die ich irgendwann mal in irgendeinem Leben gesammelt habe.

Ich bin gespannt, wie dieser Prozess weitergehen wird.
Ich würde sagen…. Fortsetzung folgt. 😉

Alles Liebe,

 

 

 

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