Der Sprung ins Unbekannte

Kommt dir dein Leben manchmal so vor, als würdest du den Berg immer nur steil nach oben laufen? Geht dir immer wieder die Puste aus und du fragst dich, wofür du das überhaupt machst?

In den letzten zwei Jahren sind mir besonders viele Berge auf meinem Weg begegnet. Es war eine sehr intensive Zeit. Ich habe sie gesehen und konnte nicht ausweichen. Es war klar, dass es nur einen Weg gibt: Bergauf. Es ist teilweise unvorstellbar, wie viel Kraft, Energie und Schweiß es kosten kann den Berg zu erklimmen.

Diese Phasen in meinem Leben kamen mir meistens ziemlich sinnlos vor. Ich fand es einfach nur unglaublich anstrengend und habe mich öfter gefragt, warum ich eigentlich immer eine Bergsteigerin sein muss und mich nicht auch mal ganz entspannt zurücklehnen kann, um einfach mal nichts zu tun.

Inzwischen verstehe ich für mich den Sinn dieser Touren. Sie sind für mich Lernstrecken, die mich nicht schwächen, sondern stark machen. Ich wachse über mich hinaus. Darf neue Facetten an mir kennenlernen und komme mir selbst dadurch immer näher. Ich lerne in diesen Phasen viel über mich und mein Leben. Von Etappe zu Etappe.

Richtige Bergsteiger sind nicht kraftlos und schwach. Wer sich für den Weg nach oben entscheidet hat einen starken Willen, Durchhaltevermögen, ist stark und glaubt vor allen Dingen auch an sich selbst und dass er es schaffen wird.

Und jedes Mal, wenn ich an der Spitze ankomme, wird die Luft da oben meistens ziemlich dünn. Warum? Weil sich auf der anderen Seite des Berges etwas Neues zeigt, etwas Unbekanntes. Was ist es, was die Luft da oben so dünn werden lassen kann? Die Angst. Ja, ich begegne dort oben meiner Angst.

  • Angst vor dem Neuen / Unbekannten.
  • Angst dort oben selbstsicher genug zu sein, um die Gefühle aushalten zu können.
  • Angst etwas zu wagen.
  • Angst zu springen.
  • Angst mich fallen zu lassen und am Ende doch völlig zu zerschmettern.
  • Angst im Vertrauen bleiben zu können.
  • Angst und Unsicherheit, ob es sich wirklich lohnt.

Was hilft mir in diesen Momenten der Angst?

Sie hat ihre Berechtigung, da sie meinen alten Mustern entspringt. Das heißt, dass ich ihr den Raum gebe gesehen zu werden. Ich schaue mir an, was mir Angst macht. Ich erkenne, dass ich umdenken darf und besinne mich darauf, was ich alles beim Aufstieg gelernt habe. Es ist sehr wichtig all das in diesem Moment nicht zu vergessen. Erinnere dich zurück. Es hatte einen Grund, dass du immer weiter geklettert bist. Was hat dich angetrieben?

Die Spitze des Berges ist deine eigentliche Belohnung. Die Angst existiert nur in deinem Kopf. Es ist dein Ego, das zu dir spricht, das dich an all das erinnert, was dir Angst machen könnte.

Wenn ich an der Spitze angekommen bin, darf ich mich daran erinnern, dass der Aufstieg geschafft ist. Ich darf also erstmal zur Ruhe kommen. Atmen. Denn die Luft da oben ist nicht nur recht dünn ab und an, sondern auch sehr klar. In diesem Moment darf ich meine Angst loslassen.

Und dann passiert was unbeschreiblich Schönes. Wenn ich dort oben angekommen und zur Ruhe gekommen bin, öffne ich meine Augen und plötzlich darf ich die neue weite Landschaft realisieren, die sich mir zeigt. Wie wunderschön ist das?

Und mit diesem wunderschönen Anblick setzt die Freude ein. Die Freude auf das Neue. Die Freude darüber, dass es sich gelohnt hat dort anzukommen. Die Freude, dass sich etwas verändern darf. Und mit der Freude lade ich automatisch das Vertrauen und den Halt ein, von denen ich glaubte sie unterwegs verloren zu haben.

Wie viele Berge willst du in deinem Leben noch erklimmen und dann doch wieder umkehren? Du darfst immer in alle Richtungen laufen, aber wenn du immer wieder den Rückwärtsgang einlegst, kommst du in deinem Leben nicht vorwärts.

Du entscheidest. Immer und jederzeit. Du gestaltest dir dein Leben selbst. Du darfst über dich hinauswachsen und erfahren, wie wundervoll das ist.

Mache dich frei von allem Alten und von allem was kommen könnte. Beides ist nicht existent, denn du lebst immer nur im Moment.

Mache dich frei von allem, höre auf dein Herz und deine Intuition und lade damit die Leichtigkeit in dein Leben ein. Und mit dieser Leichtigkeit darfst du von der Bergspitze weiterfliegen und wirst weich landen. Vertraue dir! 😉

 

 

 

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